Ostdeutschland ist für mich Heimat, Zukunftsraum und Gestaltungsaufgabe zugleich. 2009 habe ich das Netzwerk 3te Generation Ost mit initiiert, um unserer Generation von Ostdeutschen eine Stimme zu geben und den Blick auf unsere Erfahrungen, Kompetenzen und Potenziale zu richten. Seitdem setze ich mich dafür ein, ostdeutsche Lebenswege sichtbar zu machen, Transformationskompetenz als Stärke zu verstehen und ostdeutsche Perspektiven selbstbewusst in gesellschaftliche Debatten einzubringen. Dabei geht es mir längst nicht mehr nur um Aufarbeitung, sondern vor allem um Zukunft, Repräsentanz und Gestaltungsmacht. Ich bin überzeugt, dass Ostdeutschland über enorme Potenziale verfügt – insbesondere dort, wo Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, Neues zu wagen und Veränderung aktiv zu gestalten. Mein Anspruch ist es, Brücken zu bauen, Perspektiven zusammenzubringen und dazu beizutragen, dass Ost und West auf Augenhöhe gemeinsam Zukunft gestalten.
Ostdeutschland braucht aus meiner Sicht weniger Erklärungen über seine Defizite als mehr Sichtbarkeit für seine Menschen, Ideen und Erfolge.



